„Dafür stehe ich als Bundestagskandidat“

Danach hat der General-Anzeiger Bonn die Direktkandidaten des Wahlbezirks 96, Bundesstadt Bonn, gefragt.

Hier Prof. Hans Neuhoff, AfD:

Dafür stehe ich als Bundestagskandidat:

„Ich kandidiere für die AfD, weil diese sich als einzige Partei dem autoritären linksgrünen Zeitgeist. entgegenstellt und für konservativ-freiheitliche Werte eintritt. Klimarealismus statt Klimareligion, Aussetzung der Asylzuwanderung, eine aktivierende Familienpolitik und die Reform der EU sind meine Anliegen.“

Versuch eines Kommentars:

„autoritärer links-grüner Zeitgeist“

ist populistisch, ist eine bewußt missverständliche Formulierung; sie ist inhaltlich falsch, weil es sich um Politik handelt, die sich in den Versäumnissen der Vergangenheit spiegelt.

Zeitgeist ist keine politische oder gar programmatische Kategorie sondernBeschreibung vorübergehender gesellschaftlicher Verhaltensweisen.

„konservativ freiheitliche Werte“

ist autoritärer rechter Geist, der sich eben nicht für freiheitliche Werte, die diese Bezeichnung verdient haben, einsetzt. Welche Freiheiten und freiheitlichen Errungenschaften würden wohl vielmehr bei Ihrer Regierungsbeteiligung unter den Tisch fallen und nicht Ihrem Maßstab „konservativ“ entsprechend unterdrückt werden?

Da hilft es auch nicht, wenn Ihr Ehrenvorsitzender zur gleichen Zeit versucht im Deutschen Bundestag darzulegen, wie die demokratischen Parteien angeblich die Freiheitsrechte scheibchenweise beschneiden würden. Damit legt er nur dar, dass er das Grundgesetz der Bundesrepublik nicht gelesen oder zumindest nicht verstanden hat. Das demonstrieren dann die Gruppierungen Ihrer rechtsaußen Fans, die die Freiheit der Bürger zur freien Entwicklung ihrer Persönlichkeit mit Eifer einschränken.

„Klimarealismus statt Klimareligion“

welch populistischer Knaller. Natürlich gehen andere Parteien dieses für die Menschheit historische Problem realistisch an. Was Sie mit „Realismus“ meinen vermag ich nicht zu erkennen.

„Aussetzung der Asylzuwanderung“

Einen Vorgang hinter dem bittere Schicksale stehen mit dem Begriff „Aussetzung“ zu verbinden ist zynisch. Natürlich stecken in der Vertreibung und der Flüchtlingsbewegung große Probleme, von denen wir noch nicht wissen, wie wir sie in Zukunft bewältigen wollen und können. Seit Urzeiten gibt es Wanderungsbewegungen, zunächst durch naturbedingte Veränderungen der Lebensbedingungen ausgelöst. Stießen sie auf bewohnbares aber unbewohntes Gebiet, war das ein Glücksfall. Trotzdem konnte es zu Störungen des ökologischen Gleichgewichts kommen (Siehe Mammuts). Je dichter die Besiedelung der Welt wurde, desto mehr wuchsen die Auseinandersetzungen. Siehe Völkerwanderung, deutsche Ostausdehnung, die Eroberung Nord- und Südamerikas durch die Europäer. Es gibt aber genug menschenwürdige Beispiele von der Auswanderung aus Europa bis zur Aufnahme der Gastarbeiter. Heute haben sich die Fluchtbewegungen so ausgewachsen, dass sie drohen uns über den Kopf zu wachsen. Der aufgeklärte Mensch des einundzwanzigsten Jahrhunderts muss dies schließlich zivilisiert und humanistisch lösen. Der Begriff Asylzuwanderung zeugt von ignoranz gegenüber dem, was hier los ist, und aussetzen von Zynismus.

„Aktivierende Familienpolitik“

Was soll das sein?? Man bekommt Furcht vor dem, was sich hinter dieser kryptischen Formel verbirgt.

„Reform der EU“

Dies ist eine nichts sagende Formel, wenn man nicht so manches, was von AfD-Mitgliedern oder aus Ihrer Fan-Gemeinde zu hören ist, dahinter befürchten muss.

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